00:00:00: Dann natürlich Telefon geht und ich ... Hallo?
00:00:05: Das ist Stockholm.
00:00:07: Ich weiß, dass ich bereits acht Jahre vorher auf der Lässtel stand.
00:00:13: Heute ein sehr besonderer Gast denn... Wir sprechen mit dem Physik-Nobelpreistriger Reinhard Genzel.
00:00:19: Reinhart Genzel hat im Jahr zwanzig den Physik Nobelpreis dafür bekommen, dass er als einer der ersten Menschen bewiesen hat, das es dort oben in unserer Milchstraße ein großes schwarzes Loch gibt.
00:00:29: Ich wollte in sein Kopf schauen und verstehen welche Rolle spielt Durchhaltevermögen wenn man vierzig Jahre ununterbrochen an einem Problem arbeitet?
00:00:36: Welche Rolle Talent und Disziplin spielt uns vor allem welchen Preis Exzellenz
00:00:41: hat.
00:00:41: Es gibt eine Krankheit die die Menschen haben ganz schlimmer Krankheit.
00:00:45: Die heißt Neid.
00:00:46: Und das habe ich, muss ich sagen auch seitdem sehr stark erleben müssen.
00:00:52: Waren wir uns eigentlich sicher da ist ein schwarzes Loch und die Masse die mal abgeschickt haben war nicht schlecht.
00:00:57: aber keiner hat uns geglaubt.
00:00:59: Viel Freizeit war dann nicht für die ersten zwanzig, fünfundzwanzig dreißig Jahre meines
00:01:04: Lebens.
00:01:04: Brauche es das wenn sie Spaß bei der Sache
00:01:06: haben?
00:01:06: Nein aber viele heute denken das auch bei unserer Gruppe.
00:01:10: Viele sagen Ich komme nicht am Samstag rein.
00:01:13: Das hätte mir damals nie gesagt.
00:01:15: So, wenn ich jetzt jung wäre... ...ich würde nicht in die Astrophysik
00:01:18: gehen.
00:01:21: Professor!
00:01:21: Ich saß eben schon oben bei ihm im Büro und habe sie gefragt ist quasi heute ihr zweiter Geburtstag?
00:01:27: Weil wir sitzen heute hier in München in Garching am siebten Oktober Und ich glaube die Frage haben Sie schon ganz häufig bekommen aber ich möchte sie trotzdem nochmal noch mal aus erster Hand hören.
00:01:39: Der sechste Oktober zwanzig war wahrscheinlich ein einzelnes Erlebnis in ihrem Leben.
00:01:45: Sie haben den Anruf aus Stockholm bekommen vom Nobelkomitee, dass sie ausgezeichnet sind.
00:01:51: Nehmen Sie uns noch mal mit an dem Tag, wo es passiert war?
00:01:54: Wo waren Sie ... Wie haben Sie das Ganze wahrgenommen?
00:01:57: Ja, ich war in einem ... Das war ja Covid-Zeit nicht und damals begannen diese Zoom-Metings die auch heute noch alles bewegen sozusagen.
00:02:10: Und ich war also in einem Zoom-Meeting einer eines Max-Planck-Komitees und ja, wir redeten da und so weiter.
00:02:20: Und dann natürlich Telefon geht und ich ... Hallo?
00:02:27: This is Stockholm!
00:02:29: Ja?
00:02:29: Und um ... Ups!
00:02:34: Dann wurde mir also gesagt in fünfzehn Minuten würde die offizielle Verlautbarung kommen, wenn ich das sehen wollte Dann habe ich den Kollegen von der Max-Planck-Gesellschaft gesagt, ich muss jetzt leider mal weg.
00:02:48: Und Sie haben doch nicht gesagt warum?
00:02:50: Nein!
00:02:51: Aber wir haben es alle gewusst.
00:02:52: Echt
00:02:53: war das sofort klar?
00:02:54: Ja absolut die wussten das sofort.
00:02:56: und ja da fällt man dann auf einmal in ein unglaubliches Hektik auf der einen Seite.
00:03:09: Sicherlich.
00:03:10: Wow, wow!
00:03:10: Kann
00:03:11: man das greifen?
00:03:12: Ist es in jedem Moment ... diese Auszeichnung?
00:03:15: Also ist es ein...
00:03:17: Kann man es greifen.
00:03:18: In meinem Fall muss ich dazu sagen, also ich möchte jetzt nicht zu viel sagen aber ich weiß dass ich bereits acht Jahre vorher auf der Liste stand.
00:03:30: und zwar war das so, dass dort zum Ja einige der ersten mal die Astronomie Kosmologie sozusagen einen Nobelpreis bekam.
00:03:42: Und aber dann, das war im Jahr zwölf und in den Jahr zweitausend zwölft krieg ich auf einmal eine E-Mail und dann ein Telefonanruf.
00:03:53: Es waren nicht die Nobelpferndischen, sondern es waren die Leute im Süden vor.
00:04:00: Die vergeben den Crawford-Preis.
00:04:02: Es ist ein toller Preis und wenn man so will, ist das der Preis.
00:04:08: Der es möglich macht, Disziplinen die keine Nobel-Möglichkeit haben und dazu gehört formal auch die Astronomie übrigens.
00:04:18: Das hat sich jetzt geändert aber früher war das so und auch die Mathematik und Geowissenschaften usw.
00:04:24: Und dann gab's also die Fire von dem Crawford Price zusammen mit der Andrea Gess wie auch später.
00:04:32: Dann also ein tolles Abendessen und da kam dann auf einmal drei von den Kollegen aus dem Nobelkomitee zu mir.
00:04:40: Und haben gesagt, you probably know that you were on the list for the Nobel Prize.
00:04:52: I said no!
00:04:53: And
00:04:55: then they said but of course as you know we picked something else and...
00:05:13: Interessant.
00:05:15: Das heißt an diesem Tag, weil ich glaube... Ich sitze ja heute hier mit Ihnen und ich bin leider kein Physiker in diesem Leben geworden aber ich darf die Freude haben heute zu versuchen in Ihren Kopf zu schauen welche Erfahrungen eigentlich schlummern.
00:05:31: Ich glaub, von klein auf kriegt man mit, dass das was sehr Besonderes ist.
00:05:35: Dann gab es diesen Anruf und sie wurden geehrt.
00:05:37: Das kam wahrscheinlich Hektik im Institut auf ...
00:05:40: Oh ja!
00:05:41: Und die zweite Frage war dann so, was macht so einen Preis zum Institut auch?
00:05:46: Also nicht nur mit ihrem Leben sondern generell mit ihrem Umfeld.
00:05:50: Ja also erstmals sind's gute Dinge in dem Sinne, dass viele der Kolleginnen und Kollegen hier am MPE haben sich natürlich mit ... Und das habe ich dann auch zwei Jahre später Ihnen sozusagen dadurch gezeigt, dass ich Ihnen einen Schokoladen Nobelpreis mitgebracht habe.
00:06:12: Aber und jetzt kommt ein vielleicht etwas pessimistischer Satz Es gibt eine Krankheit die die Menschen haben ganz schlimme Krankheit Die heißt Neid und deshalb muss ich sagen auch seitdem sehr stark erleben müssen.
00:06:30: In dem Sinne habe ich den Herrn Halzen, der gestern den Nobelpreis bekommen hat.
00:06:39: Wir haben ein Mitleid mit ihm, denn er baut uns das auch nicht ganz anders aber bescheidener.
00:06:48: Der lebte jetzt und war Führer eines Experiments für lange Jahre mit fünfhundert Leuten und er kriegt, er ist der Einzige den Nobelpreis kriegt.
00:06:59: Was wird da passieren?
00:07:01: Ich weiß es nicht aber Sie können sich vielleicht vorstellen dass dann nicht nur gute Dinge in seiner Community gesagt werden.
00:07:07: also ja das das ist etwas was ich leider sozusagen nachher dann auch deshalb spüren musste weil ich nach dem ersten Tag den wir jetzt gerade diskutieren dann am zweiten tag ging's weiter und ich war so müde weil ich an dem abend bis nachts um drei ja noch nach bürgeln musste Ja, wo meine zweite Heimat ist.
00:07:28: und ja am nächsten Morgen als der Spiegel kam war ich nicht gerade in guter Verfassung.
00:07:33: Aber man ist sehr müde und wusste nicht wie ich mich sozusagen da rausziehen
00:07:38: kann.".
00:07:41: Ich glaube das Titel den ich schon die ganze Zeit im Kopf hatte für dieses Gespräch ist so Der Preis von Exzellenz weil das was sie jetzt schon andeuten ist zum einen Ruhm und Ehre dem Gewinner aber was eigentlich dahinter passiert?
00:07:54: Was das Ganze auslöst Und ich möchte heute mit Ihnen vor allem diesen Weg dahin sprechen.
00:08:01: Also wie schafft man das?
00:08:02: Ich finde es faszinierend, wie sich eine Person dreißig Jahre einem Thema verschreibt... ...ich habe schon Schwierigkeiten bei einer Woche!
00:08:09: Sie haben das quasi drei Dekaden geschafft und aber auch das ganze Thema drum herum.
00:08:15: Wie führen sie ihre Teams?
00:08:16: Wie wählen sie ihre Doktoranden aus?
00:08:18: was passiert gerade eigentlich in der Forschung um quasi genau solche Durchbrüche zu erzielen.
00:08:23: Ich glaube, wenn wir das in den nächsten sechzig bis neunzehn Minuten noch mal feinfüllig herausarbeiten, ich glaube, dass wäre...
00:08:31: Also fangen wir mal an sozusagen mit der ersten Stufe.
00:08:35: und es ist sozusagen meine Kindheit und als ich ein junger Schüler war im Gymnasium in Freiburg, in Preiskau Mein Vater war Professor in der Physik.
00:08:48: Das ist sehr wichtig, weil ich sozusagen in dem Sinne schon von Anfang an eine Koordinator hatte oder sozusagen eine Verbindung hatte und mein Vater war also sehr enttäuscht dass ich bis zum Alter von etwa vierzehn Archäologie machen wollte.
00:09:07: Ich war auch im humanistischen Gymnasium, das passte also Und ich wollte Archäologie machen.
00:09:16: Aber dann nach einiger Zeit am Ende dieser ganzen Geschichte habe ich mir überlegt, was könnte man in der Archäologie heutzutage noch tun?
00:09:24: Die Römer sind getan.
00:09:26: Die Griechen sind getan die Ägypter sind ja.
00:09:29: Ich habe etwas Verlebtes da eigentlich noch übrig und dann habe ich gedacht oh!
00:09:32: Verdammt, dass die tropischen Länder in dem Ure auch Schlangen und Spinnen gar nicht mag.
00:09:42: Aber auf jeden Fall mein Vater war dann sehr begeistert, das ich dann sozusagen nicht mehr Archäologie machen wollte und da hat er mir sehr geholt und das muss ich sagen.
00:09:50: also er war dann sozusagen auch ein Privatlehrer irgendwo und wir haben Experimente gemacht und das war der Einstieg, Experimenten ja?
00:10:00: So dass man so zu sagen Ich im Alter von sechzehn, siebzehn bereits schon Dinge gemacht haben die sozusagen im Prinzip nicht so weit weg sind.
00:10:10: Von dem was wir jetzt experimentell machen also ist es schon weit weg aber auf ganz kleiner Flamme.
00:10:16: und ja das war besonders toll.
00:10:20: Jetzt kommt der nächste Teil.
00:10:22: Aber neben der Schule habe ich die meiste Zeit Sie haben viel trainiert.
00:10:29: Auf dem Sportclub Freiburg der Universität und da habe dort also mehr Kampf gemacht, und insgesamt Speerwerfen.
00:10:43: Irgendwie ging das so gut.
00:10:44: Ich war auch in einer Handballmannschaft muss ich sagen.
00:10:47: Jetzt meint man natürlich, Handball ist gut für Speerwärfen?
00:10:50: Nein, nein, überhaupt nicht!
00:10:52: Und das war mein Downfall sozusagen, weil ich bin dann sehr schnell immer besser geworden und war in einem Jahr der beste junge Deutsche im Speerwerfen.
00:11:01: Dadurch kam ich in die Vorauswahl...
00:11:03: Sie waren eine Nachfuchskarte
00:11:04: für Olympia?
00:11:05: Eine Nachfuchskarte für die Münchner olympischen Spiele?
00:11:08: Ja absolut!
00:11:09: Ich bin also dauernd auf irgendwelchen Teamaktionen gewesen Aber dann ging es ganz schnell, bei Handball schmeißt man ja ganz oft so aus dem Arm.
00:11:26: Beim Speerwerfen geht das nicht – das wissen alle Speerwörfer!
00:11:30: Der Speerwurf passiert aus dem Rücken und wenn man da seine Ellbogen mit hineinbringt... Dann lebt man das lange, also sozusagen.
00:11:40: Das ist mir passiert, dass übrigens auch unter dem Nobelpreis, äh äh, ähh, ähm, ähhh, ääh, ähn, ähhhh... ...dem Goldmedaillengewinner in München passiert derselbe.
00:11:49: Ein paar Jahre später ist ihm sein Ellbogen hier kaputt gegangen ja?
00:11:55: Die ersten Mal Dinge die, wo ich frage, also wenn Sie sagen, Ihr Vater hat einen großen Einfluss auf sie gehabt und ich glaube wir alle gerade in jungen Jahren haben ja die Eltern sehr meistens die ersten Vorbilder und dann verändert sich das ein bisschen.
00:12:06: Würden Sie damals sagen, Sie waren schon sehr gut in der Schule
00:12:08: Ja.
00:12:09: Was hat sie motiviert?
00:12:12: Hat dir aber Spaß, waren Sie besonders neugierig?
00:12:14: Waren Sie besonders
00:12:15: fleißig?
00:12:16: Was waren so die ersten Merkmale wo Sie sich zurück erinnern?
00:12:19: Aber ich wurde auch das muss ich schon sagen in der damaligen Zeit kam ich mal nach Hause in Latein oder sowas und dann fragte mein Vater was sollen das?
00:12:33: Aber das war sozusagen nicht ganz hart.
00:12:35: Es war selbstmotiviert, ich gestehe... In dem Sinne bin ich selbst motiviert und auch sehr fokussiert also.
00:12:42: Ich will es nicht hier angeben sondern ist so.
00:12:45: Fokusiert sein ist gut für solche Dinge.
00:12:50: Das ist nicht gut im menschlichen Miteinander.
00:12:53: Weil wenn man sich nur in eine Richtung startet dann wird man da nicht.
00:12:59: Und das war für mich auch ein Problem in der Schule, also ich war einer der besten Sportsleute oder vielleicht sogar der beste Sportleute in der Schule dann auch in den Fächern aber nicht sehr populär.
00:13:13: Was hat Ihnen Leistungssport bei der Wissenschaft geholfen?
00:13:17: Also dass jemand sagt, dass er zwei so ausgeprägte Talente hat ist ja schon mal bemerkenswert.
00:13:26: Ja... Ich würde mal folgendes sagen, also im Spitzensport lernt man natürlich den eigenen sozusagen Hund zu überkommen.
00:13:39: Und wenn es dann schwer wird anzuhassen wie ich das damals immer genannt habe einfach weiterzumachen und das ist für die insbesondere die Spitzenforschung schon gut weil man lernt dass wenn also ein paar Misserfolge kommen dass wenn nicht gleich aufgibt.
00:13:57: Ich glaube, Durchhaltevermögen gerade in der Physik und mit ihrer Laufbahn ist wahrscheinlich ein wesentlicher Skill.
00:14:05: Aber das heißt Sie haben dann ja wenn man jetzt Biografisch schaut sie sind bei Homburg geboren in der Nähe von Frankfurt dann nach Freiburg gezogen haben sich dann entschieden doch in die Physik zu gehen und nicht als Archäologe übrigens ich habe letzte Woche an sie gedacht haben sie den Pfund von Paris?
00:14:19: haben sie das verfolgt dass sie da die Ursprünge von Paris von dem Dorf gefunden haben?
00:14:25: Ich schicke ihn noch mal, war auch sensationell.
00:14:28: Ja, würde ich sofort anschauen!
00:14:31: Und dann haben sie sich für Studium entschieden und sind ja relativ schnell als junger Mann in die USA gegangen?
00:14:36: Ja jetzt kommen wir zu dem Thema und das ist sozusagen ein ganz wichtiges Thema für mich und auch mein für meine Frau für mich, da ich durch meinen Vater sehr früh auch auf internationale Plätze gekommen bin.
00:14:52: Er fuhr dann zu irgendeiner Konferenz nach England und nach Frankreich nicht in die USA aber ich durfte hier und da mal mitkommen und das so zu sagen sehen und dabei hatte ich sehr früh, weil ich in der Geschichte interessiert bin gemerkt wie ungeliebt wir Deutschen doch waren Und wie stark, zum Beispiel auch damals noch bei den Franzosen.
00:15:22: Ich hasse aber die Tatsache war dass wir die nächste Generation nach den Nazis waren und für mich ist immer noch ein ganz starker Motivationsschub das ich wollte eigentlich kein deutscher mehr sein.
00:15:44: Ich hatte nicht vor, jetzt irgendwas zu tun und dann das zu tun.
00:15:49: Aber irgendwo war da schon die Frage in mir, will ich vielleicht Amerikaner werden?
00:15:55: Und Nicht-Deutscher!
00:15:59: Ja... Und dieses Schuldgefühl, wo viele Leute sagen, Füsst du dich denn
00:16:05: schuldig?!
00:16:05: Du hast doch gar nichts gemacht?
00:16:08: Nee.
00:16:09: Das hab' ich immer noch.
00:16:11: Ich habe mich auch sehr stark in den letzten dreißig Jahren in Israel aktiviert.
00:16:17: Und dieses Schuldgefühl, ich weiß nicht wie viele Leute das haben aber für mich war es ein ganz großes Thema.
00:16:29: Es wurde ja nebenbei sozusagen als wo willst du jetzt hin?
00:16:33: und was machst du mir jetzt?
00:16:36: Wenn Sie Menschen die jetzt Anfang zwanzig sind, die jetzt vor der Entschange stehen nochmal ins Ausland zu gehen oder anders zu studieren Was wäre so Ihrer hat viele Experimente zu Hause schon zu machen, um quasi da den Vorschut zu haben?
00:16:49: Ja das kann nicht jeder.
00:16:51: Ich hatte dadurch dass mein Vater halt noch mal ein Experimentalphysiker war natürlich die leichte Chance, irgendein Bunsenbrenner oder was auch immer zu bekommen.
00:17:01: Ne also das muss nicht so gehen.
00:17:04: aber es gibt natürlich sozusagen auch Möglichkeiten in ein Club zu gehen oder in irgendeine Aktivität mit anderen vielleicht gleichaltrigen um zu sehen macht mir das Spaß und das ist der entscheidende Punkt die Neugierde und Spaß haben.
00:17:21: Und wenn junge Leute jetzt bei mir sind, ich hatte gerade letzte Woche zwei von unseren Doktoranden, die kamen zu mir und haben so ein bisschen Scheu gefragt... Ja, ich finde das was ich hier tue ja ganz toll!
00:17:38: Aber mir ist nicht klar wie soll ich da mein Leben jetzt?
00:17:43: Das ist natürlich auch beeinflusst durch je ärztige politische Situation.
00:17:47: aber trotzdem Und da habe ich gesagt euch auch früher immer, tue das was dir wirklich Spaß macht.
00:17:54: Das ist das Wichtigste.
00:17:55: Wo du wirklich sozusagen dich reinhängen kannst?
00:17:58: Auch anhassen kannst ja wenn es mal schwierig wird aber das muss Spaß machen.
00:18:05: Sollte sagen nur etwas zu tun um... Job zu haben ist sozusagen für diese, aber vor anderen Dingen ist das in Ordnung.
00:18:12: Aber nicht für die Forschung muss man sich hören und es war.
00:18:16: also muss ich sagen im beiden Fällen bin ich dann mit den beiden Doktorwanden durch die verschiedenen Möglichkeiten gegangen was man denn nach der Doktorarbeit wo erreichen kann.
00:18:28: ja geht man nach Amerika damals war das für mich absolut Ja.
00:18:32: jetzt
00:18:33: nein
00:18:34: absolut Nein.
00:18:36: Geht mal nach China.
00:18:38: Da muss ich sagen, also ich bin ein Council Member eines großen Preises in Hongkong.
00:18:49: Und jetzt ist ja die Grenze offen und wenn wir also dort sind um die Preise zu vergeben gibt es auch immer Kolleginnen und Kollegen aus dem Haupt China herum.
00:19:02: Ich bin letztendlich nicht mehr nach Beijing gefahren aber trotzdem Es ist unglaublich beeindruckend für mich, wie ein ganzes großes Land das durch eine so schwierige Geschichte gegangen ist.
00:19:16: Junge Menschen hervorgebracht hat die es so wahnsinnig...
00:19:20: In den letzten vierzig Jahren?
00:19:21: Ja absolut fantastisch!
00:19:24: Das
00:19:24: kann ja natürlich uns Deutschen nur wirklich sagen jetzt müssen wir mal warm anziehen.
00:19:28: Also so einfach ist das dann nicht.
00:19:30: Das sehen wir auch in der Industrie.
00:19:32: Was seht ihr?
00:19:35: Wenn sie sagen sie in den letzten Wochen zwei Doktoranden, die zu ihm kamen und sie ja nach Rat fragen.
00:19:40: Und ich glaube das resoniert mit ganz vielen zu sagen finde das was dir Spaß macht.
00:19:44: auf der einen Seite hat man aber auch den wirtschaftlichen Druck für sich selber weil da denken immer viele mit Spass bezahlt sich meine Miete leider nicht und ich kann das Ticket nicht bezahlen.
00:19:53: Ich glaube der andere aber ins scheinende Punkt ist ja Sie haben ja ein Team und Doktoranten um sie herum wo sie mittlerweile Mentor sind.
00:20:01: Aber auch noch mal die Frage an sie Wie wichtig sind Mentoren in frühen Jahren?
00:20:05: Sie haben ihren Vater, dann hatten sie, wie Sie selber sagen, Ihren zweiten Vater ein Berkeley.
00:20:09: Lassen Sie mich über den was sagen, weil das ist mir wirklich wichtig!
00:20:13: Also Mentoren sind extrem wichtig aber leider überwiegend in der jetzigen Millenniumpopulation der Jungen verpönt.
00:20:25: Warum?
00:20:26: Weil sozusagen die Unterstellung ist, die Mentoren wollen die Jungen ja nur ausnutzen.
00:20:33: Das gibt es natürlich, aber so habe ich's nie erlebt.
00:20:39: Und jetzt kommen wir zu dem Punkt... Ich bin als Postdoc zuerst nach Harvard gekommen und das war sehr schön!
00:20:48: Dann hatte ich die Möglichkeit zu einem ganz wahnsinnig berühmten Früsiger in Berkeley Kalifornien zu gehen Charles Strauns der den Nobelpreis gekriegt hat für die Entwicklung der Maser und der Laser.
00:21:06: Das ist ja etwas, was auch einen riesigen Anwendungsbereich hat wo man auch gleich sieht das Grundlagenforschung keinesfalls wie von vielen vermutet sozusagen nur eine Selbstbeschäftigung ist und er dem Land nix nutzt.
00:21:23: Und ich kriege solche Nachrichten und E-Mails von Leuten, die sagen Herr Professor Gänzels sind ja so toll aber warum ... Was bringt das eigentlich?
00:21:32: Die Sterne sind in dreitausend Jahren noch mal da.
00:21:35: Ja, warum machen sie das?
00:21:37: Nein!
00:21:38: Es ist einfach so.
00:21:39: der Towns hat damals sozusagen Moleküle an verstehen wollen und dazu braucht man eine Lampe Und die Lampe ist dann das so zu sagen.
00:21:48: Ja, also ich hatte dann die Gelegenheit nach Berkeley zu kommen und innerhalb von einem Jahr war ich dann tenured faculty.
00:21:56: Haben Sie mal bewusst Berkeley gewählt aufgrund von Charles Downs um ihn als Mentor oder als Doktorvater zu bekommen?
00:22:04: Absolut
00:22:04: nicht Doktor-Vater aber ja weil ich kannte ihn über meinen Vater.
00:22:09: Ja, der Towns war ... also wir haben Lampe gesagt.
00:22:13: Und mein Vater war damals in Frankfurt.
00:22:17: als junger Professor hat er sich beschäftigt mit Festkörperspektrennen.
00:22:21: Also wenn man einen Festkörper hat dann ist ihn intern können die sozusagen die Atome vibrieren und das nennt mal Phononen.
00:22:31: Und diese Vibrationszustände, diese Übergänge passieren bei ganz langen Wellen?
00:22:37: Und das ist genau der Übergang zu Towns.
00:22:39: Towns hat das gehört, er kam nach Frankfurt und hat aber dann festgestellt dass die Technik, die damals angewendet wurden nicht gut genug war.
00:22:47: Jetzt haben Sie eben gesagt gute Mentoren sind heutzutage verpölt?
00:22:51: Was ist denn ein guter Mentor?
00:22:53: Ich glaube also für mich war die Tatsache sowohl bei meinem Vater wie auch bei Towns Es keinesfalls nur lächeln war, sondern da sagt man irgendwas.
00:23:09: Was man meint was richtig ist und dann sagt die andere Seite also warum?
00:23:14: Wieso soll das sein?
00:23:15: Und jetzt muss mal... Man muss jetzt begründen, was man getan hat.
00:23:21: Bei meinem Vater war das relativ kurz beim Towns.
00:23:25: War das manchmal ein Gang in der Unterwelt die immer tiefe Keller, wo man also jetzt begrünten müsste, was es ist?
00:23:35: Ich will nie mehr wieder eine Situation kommen, wo ich nichts weiß ...
00:23:40: Würden Sie sagen, sucht ihr nicht den nettesten?
00:23:44: Na ja!
00:23:46: Es muss schon ein persönliches Beziehung starten.
00:23:48: Absolut,
00:23:49: aber es geht ja nicht darum nur gestreichet zu werden... Nein
00:23:51: absolut!
00:23:51: Sondern
00:23:52: wer kann einem helfen geschliffen zu werden und in die richtige Richtung vielleicht mal gedrückt sein?
00:23:58: Wobei kann der Mensch auch noch helfen?
00:24:00: Naja ich meine jetzt gehen wir wieder zu Towns.
00:24:04: Herr Towns hat dann also da war ich dann schon Professor hier und da aus Sam Plauderstübchen sozusagen aus der Ebers erzählt.
00:24:14: Dann hat er dann einfach gesagt, ja ... Reinhard, ich will Ihnen mal sagen also ganz wichtig ist was Sie denn auswählen wo sie Forschung machen wollen?
00:24:25: Und bei mir war das immer so Ich bin immer dorthin gegangen wo keiner war.
00:24:30: Also wie man geht in einen Wald den keiner kennt und erkundet diesen Wald.
00:24:37: Am Anfang ist das sozusagen ein Mal zu spazieren gehen durch die Bäume und dann, aber nach einer Zeit sieht man auch da gibt es verschiedene Arten von Bäumen und Blumen.
00:24:46: Und dann fängt man an sozusagen aufzuschreiben.
00:24:50: Dann hat man Einsichten.
00:24:52: Wenn man wirklich Glück hat in diesem Wald, dann publiziert man das und dann hört man nach einerzeit hinter sich die Zweige knacken.
00:25:03: Hat er gesagt?
00:25:06: Und dann muss man raus.
00:25:11: Also sozusagen keine Langweile oder keine, jetzt habe ich es ja geschafft in dem Wald hier bleibe und war mir eine Hütte.
00:25:19: Nee, nee, nee.
00:25:20: Man geht zum nächsten schwierigen Thema.
00:25:25: Muss man immer First Mover sein?
00:25:28: Man muss nicht.
00:25:29: aber das war für mich das Thema und Sie haben ja vorhin schon gesagt als ich nach Deutschland zurückkam in die Max-Planck-Gesellschaft Als Direktor war es für mich eine unglaubliche Möglichkeit.
00:25:44: Schwierige Dinge, die man normalerweise durch kein Peer-Review-Komitee sozusagen bekommt wie das in den USA üblich und wie es auch in den Deutschland-Universitäten üblig ist.
00:25:55: In der Max-Plan-Gesellschaft haben wir das Privileg und das ist wirklich extrem einzigartig in der Welt Wenn man gute Dinge tut, dann traut einem die Gesellschaft auch über lange Perioden zu.
00:26:13: Auch wenn die Dinge sehr schwierig werden und nicht gleich ein Ergebnis liefern den nächsten Schritt zu gehen.
00:26:18: Und das war sozusagen das Paradies in dem ich hier gelandet bin.
00:26:24: Glauben Sie dass junge Forschende würden sie den Ratten jetzt auch Felder zu suchen wo noch niemand war?
00:26:32: Das ist natürlich nicht einfach, weil heutzutage gerade in der Astrophysik ist es ja so dass wir haben also sozusagen Riesen-Observatorium.
00:26:42: Hier im nächsten hundert Meter von hier ist die europäische Südsternwarte, die ihre Teleskope in Chile hat und mit denen wir jetzt in den letzten zwanzig Jahren sehr eng zusammengearbeitet haben.
00:26:58: aber Es ist wirklich so, dass man muss über diese Organisation hinaus auch seine eigene Ideen verfolgen.
00:27:07: Und das geht eben in der Max-Branke schon.
00:27:09: Baut man nachdem er sich überlegt hat was will man dann eigentlich tun wissenschaftlich?
00:27:14: Dann versucht man sich im Team und das ist ganz wichtig im team das ist ja keine Einzeltätigkeit zu überlegen was man denn jetzt erforschen müsste oder bebauen müsste und wie.
00:27:26: Und wie man da sozusagen das Beste daraus machen kann, dann kriegt man vielleicht etwas sehr Positives?
00:27:33: Dann geht mal einer dieser Organisationen sagt können wir mal darüber reden ob wir sozusagen unser Gerät was wir jetzt gerade gebaut haben bei euch einsetzen.
00:27:42: Das hat sehr gut funktioniert und hat vielen, vielen Doktoranden in meiner Gruppe also hundert fast über die Jahre Es erlaubt auch dann nachher, als sie sozusagen die Gruppe verlassen haben ihre eigene Karriere zu weiterzuführen.
00:28:02: Zwei Gegensätze eine Frage.
00:28:04: Welche Rolle spielt Einsamkeit in der Wissenschaft?
00:28:09: Ja klar kann vorkommen wenn man als Einzler irgendeine schwierige Sache bearbeitet.
00:28:18: also das passiert natürlich überwiegend in der Theorie bei uns im in der experimentellen Forschung.
00:28:24: Es ist fast immer so, dass man in einem Team kleiner oder größer je nachdem arbeitet.
00:28:30: Aber ja es ist sicherlich so.
00:28:33: das also in der Astronomie Sie haben sicherlich vom James Webb Teleskop gehört in den USA ist das sagen spektakulärste Projekt der letzten zehn Jahre ohne irgendeinen Zweifel.
00:28:45: Und dort kann man keine Instrumente mehr für bauen, das ist vorbei.
00:28:50: Das ist im Weltraum und es heißt einzig was man tut, man schreibt irgendwelche Proposals und hofft dass die ankommen.
00:28:57: also das ist eine Forschung die kann sehr wertvoll sein aber das ist nicht die Forschung, die wir hier tendenziell gemacht haben.
00:29:04: Und dann ist die Gegenfrage quasi welche Rolle spielen Netzwerke?
00:29:08: Ja.
00:29:09: Und ist das unterschätzt von vielen
00:29:11: Netzwerken?
00:29:11: Also ich würde jetzt mal ein Netzwerk, das ja klingt so mehr soziales Umfeld.
00:29:19: Ich würde sagen in dem Sinne ja dass also in meinem Feld aber auch in anderen Feldern natürlich nach dem Krieg die USA in den tollen, tollsten Universitäten Berkeley, Caltech, Harvard und so weiter ihr sinnigen Vorsprung hatten.
00:29:39: Ja, auch weil wir natürlich nach dem Krieg erst mal wieder von Null anfangen mussten.
00:29:45: aber heute ist die Situation einfach die und ich will jetzt nicht nur die Politik unseres jetzigen Präsidenten reden sondern ich will einfach sagen dass der Stil wie es in den USA gemacht hat irgendwo sozusagen limitierend ist für Zusammenarbeiten vom größeren Stil Hier in Europa, und jetzt kommen wir zum europäischen Dimensionen.
00:30:09: Haben wir wirklich gelernt sowohl im Weltraum bei der Europäischen Space Agency aber auch hier am Boden in Teams von Jahrzehn bis Fünf.
00:30:24: Institutionen aus verschiedenen europäischen Ländern zu arbeiten und das ist also wirklich immens erfolgreich.
00:30:30: Und da gibt es natürlich dann auch die Möglichkeit, und jetzt über die ganze Welt gedacht dass man eine Gruppe aufbaut, die wirklich international sind.
00:30:39: Also wenn Sie unsere Gruppe hier mal durchgehen wollen wir gucken sie zu unseren Webpages und gucken sich das mal an Da alle Nationen sind da fast vertreten.
00:30:49: Vielleicht Afrika weniger, aber Südamerika natürlich.
00:30:55: Sowieso Asien, Ostasien?
00:30:56: ja?
00:30:57: Natürlich!
00:30:59: Ich will Sie gleich nochmal später noch auf die Frage kommen wie Sie Ihr Team quasi zusammengestellt haben.
00:31:03: Aber ich würde abschliessen noch zu dem Thema weil wir darüber gesprochen haben den richtigen Mentoren zu finden und welche Rolle die eigentlich spielen.
00:31:09: Wie würden sie sich als Mentor beschreiben?
00:31:14: Ja früher war ich ungeduldig Ich frelte voran.
00:31:20: Und das ist selber wie beim Speerwerfen, ja?
00:31:23: Zack, zack!
00:31:25: Keine Müdigkeit vor ... Nein!
00:31:28: Man muss da natürlich auch sozusagen lernen so ein bisschen zu lächeln und so weiter.
00:31:33: Das hat mir lange Jahre gedauert bis ich das konnte.
00:31:38: Heute können Sie es?
00:31:38: Heute sind sie anders?
00:31:39: Heute bin ich anders, aber ... Wir haben auch Mitglieder in unserer Gruppe, die wieder in dem Zustand sind, in dem ich damals war.
00:31:48: Das ist wirklich erst mal eine Frage der was man denn gemacht hat und wie man es macht und wie sozusagen scharf man irgendwas machen will.
00:31:58: ja?
00:31:59: Und da kann man sehr große Fehler machen das muss man ganz klar sehen!
00:32:03: Man muss... Natürlich schon, wenn man eine größere Gruppe hat versuchen eine Gemeinsamkeit zu schaffen.
00:32:11: Ein gemeinsames Ziel?
00:32:14: Und auch sozusagen das Gefühl zu gehen dass man vertraut.
00:32:18: ich glaube dass es bei uns doch überwiegend geschafft ist und deshalb sind auch viele derjenigen die schon vor bis zu dreißig Jahren hier als Doktorhanden angekommen sind noch weiter in der Wechselwirkung mit uns oder sind sogar im Institut.
00:32:34: Jetzt müssen wir einmal noch, ich glaube für alle nicht Physiker nochmal das Thema aufmachen.
00:32:39: Was steckt denn eigentlich im Kern hinter Ihrer Forschung und wie würden Sie jemanden oder wie erklären Sie Ihren Enkelkindern?
00:32:50: Das Universum, die Schwarzen Löcher und was sie erforscht haben und was Sie eigentlich tagtäglich beschäftigt?
00:32:56: Ja also ich meine Doktorarbeit gemacht habe war ich Radirastin um das heißt und sich habe im großen hundert Meter Spiegel des Max-Pranck-Instituts für Radioastronomie in Bonn die Gelegenheit gehabt, also dieses Teleskop zu benutzen und tolle Beobachtungen zu machen.
00:33:17: Und dann haben wir eine Technik auch machen können, die heutzutage sehr wichtig geworden ist, indem man nicht nur ein Teleskop hat sondern verschiedene Teleskope sozusagen zusammenschaltet.
00:33:31: Das ist nicht einfach!
00:33:33: komplexe technische Sache.
00:33:35: Und das hatten wir schon während meiner Doktorarbeit dann gemacht mit sehr tollen Ergebnissen und es war auch sozusagen die Distritt-Brett, was mir erlaubt hat einen Postdoc in USA also in Lausküste erst mal zu bekommen.
00:33:51: Es ist dieses schrittweise weitergehen und lernen wie man dann sozusagen auf eine Ebene kommt wo man vielleicht ganz wichtiges tut.
00:34:02: Also wir haben damals uns interessiert, wie Sterne entstehen und es war damals erst klar geworden dass das Material aus dem Sterne in Galaxien entstehen nicht etwa neutraler Wasserstoff ist was die meisten Leute geglaubt haben sondern Moleküle Und Towns war in der Tat einer der ersten, der bei als siebenfünfzig den Astronom gesagt hat.
00:34:29: Also passt mal auf im Weltraum gibt es wahrscheinlich Moleküle und diese Molekül sind so wichtig weil Sie extrem gut strahlen können enge, dichte und kalte Gebiete geben.
00:34:43: Und dann ist die Gravitation auf einmal so stark, dass sie sozusagen zusammen Presse zu einem Stern kommen kann.
00:34:53: So fingen wir an.
00:34:54: Und so ging es auch in Berkeley ein bisschen weiter.
00:34:56: Aber dann war eben in den Sechziger- und Siebzigerjahren die allgemeine Relativitätstheorie... Zum ersten Mal auch von den Beobachten an Astronomen ernst genommen worden.
00:35:11: Denn bereits, neunzehnundsechzehn also drei Monate nachdem Einstein die allgemeine Relativitätstheorie frohgestellt hat seine nicht linearen Gleichung er hat aber keine Lösung gehabt Aber sein Kollege Karl Schwarzschild in Potsdam sozusagen ein Astronom war aber mathematisch unglaublich begabt war.
00:35:33: der war damals an der Ostfront in den Trenches und hat dort innerhalb von wenigen Monaten die erste wirkliche Lösung gefunden, wo man sofort sieht da gibt es was wir Singularitäten nennen.
00:35:52: Da gibt es Dinge, wo die Eigenschaften ins Unendliche wachsen und dabei kommen sofort das Objekt schwarzes Loch raus.
00:36:01: Das kann man sehr einfach auch sozusagen nicht Naturwissenschaften dann dadurch zeigen dass man einfach zeigt, dass die Physik mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen kann nichts geht schneller als das Licht Und wenn die Fluchtgeschwindigkeit aus einem solchen Bereich größer sein müsste, an der Fall so viel Materie auf kleinstem Raum zusammen ist, dass die Entweichgeschwindigkeit größer als die Lichtgeschwindigkeiten ist, dann geht das nicht.
00:36:33: Da haben wir unser schwarzes Loch!
00:36:37: Dieses theoretische Konzept war wohl schon bei Jahr-Ninzehunderts-Sechzehn da, und dann wurde es noch von den mathematischen Physikern weitergetrieben bis in die Sechzigerjahre.
00:36:47: Aber es gab keine Vorstellung, wo man sie denn finden könnte.
00:36:52: Und dann in der Sechzigertan ging's los.
00:36:54: Die Röntgenastronomen fanden eine Klasse von Objekten, die als binäre, stellare Schwarzen Löcher heutzutage bekannt sind Und die Optischen und Radioastronomen haben dann Objekte gefunden, die ganz weit weg entfernt sind.
00:37:09: Die werden wir also für diese Entfernung korrigiert irrsinnige Energiemengen produzieren.
00:37:18: Wie machen sie das?
00:37:20: Da kam der irrsimmigen Vorschlag, es sind akkretierende schwarze Löcher.
00:37:25: Ich dachte, da kommt man daraus!
00:37:27: Ja, aber man kommt rein und sozusagen auf dem Weg nach wo man nicht mehr rauskommt wird Energie abgestrahlt in großen Mengen.
00:37:35: Und diese sozusagen Vorstellung wurde dann immer stärker und die Idee war dann von den Theoretikern auch durchaus vorgeschlagen.
00:37:45: um das zu beweisen muss man also auf die Skala von so einem Schwarzenloch, dem Ereignishautsohn drunter und der ist so klein!
00:37:53: Also selbst bei den riesigen Schwarzen Löchern, dass man das also sozusagen normalerweise nicht auflösen kann.
00:37:59: Aber es war dann der Vorschlag diese ganz entfernten Quasare und Galaxien... Ja klar, das machen wir dann mal später.
00:38:07: Aber gehen wir doch mal zu dem nächsten Objekt, dass so was sein könnte im Zentrum unserer eigenen Milchstraße.
00:38:13: Das Zentrum der eigene Milchstrasse ist nur siebenzwanzigtausend Lichtjahre entfernt.
00:38:18: Für Astrophysiker ist es um die Ecke?
00:38:21: Das
00:38:21: ist wenig!
00:38:22: Und hunderte tausendmal näher dran als die ganz entfernten Helden und so weiter... Da fing eben Tauns an mit seiner Gruppe und da kam ich rein, sozusagen die ersten Experimente zu machen.
00:38:39: Indem man also Spektralinien sich anschaut in der Dopplerverschiebung durch die Wirkung von einem zentralen Objekt... Und wir haben dann auch Erfolg gehabt!
00:38:47: Also fünfundachtzig waren wir uns eigentlich sicher, da ist ein schwarzes Loch und die Masse die mal abgeschickt haben war nicht schlecht.
00:38:54: aber keiner hat uns geglaubt warum?
00:38:57: Weil sozusagen im Sinne der Physik, wir noch viel zu weit entfernt waren von dem Ereignishorizont.
00:39:03: Wir hätten alles Mögliche andere im Zentrum sein können um diese Masse sozusagen zu sein.
00:39:08: Ja und dann ging's los Immer besser immer schärfer immer empfindlicher.
00:39:15: nochmal ein Stück ist es jetzt und das war also sozusagen dieser diesem Geduld Und dieser Sinn für.
00:39:26: Wir können jetzt nicht aufhören, wir müssen weitermachen.
00:39:27: Haben
00:39:28: Sie es gespürt?
00:39:29: Ja
00:39:29: klar!
00:39:30: Und das Tolle war, wir haben eigentlich relativ wenig Misserfolge gehabt.
00:39:33: Das ist also diese andere Sache die wenn einem passiert man sozusagen vom Wege abkommt.
00:39:39: und das ist nicht so oft passiert vielleicht eins mal mal und so sind wir immer noch auf dem Weg.
00:39:47: Also es ist noch nicht zu Ende.
00:39:49: ja und das is der Unterschied zwischen Dingen wirklich klassischen, harten Naturwissenschaften und sozusagen alles allen anderen.
00:40:01: Dadurch dass ein Theoretiker sagt das könnte doch folgen wie es sein.
00:40:04: Ja kann man mal lesen und dann vielleicht begreifen aber ums zu messen.
00:40:12: Das ist unter Umständen eine ganz lange Laufbahn mit uns langer Weg
00:40:17: Und wir wollen gleich nochmal auf diesen Weg, auf diese Seränen was sie dann ja dreizig Jahre hatten zurückkommen.
00:40:23: Was mich noch interessiert?
00:40:25: Vierzig Jahre.
00:40:29: Ich kann mich nicht gern mal was vor einem oder vor zwei Jahren, das Bild hängt oben bei ihm im Flur, das erste Bild von einem schwarzen Loch.
00:40:35: Erinnern Sie noch das als Sie das erst einmal dieses Bild gesehen haben?
00:40:39: Ja natürlich auch.
00:40:40: Selbstverständlich.
00:40:41: Die sozusagen... was sie dort sehen ist in etwa das umgekehrte, was ich vorhin erzählt habe.
00:40:49: Also vorhin haben wir gesagt wenn man da irgendwie eine so konzentrierte Masse hat ja kommt es Licht nicht raus aber wenn die mal jetzt sozusagen von hinten also ich bin hinter dem schwarzen Loch das wäre da wenn man von hinten des Schwarzen Loch bestrahlt in ihre Richtung dann sehen die Lichtstrahlen Das schwarze Loch, auch außerhalb des Ereignisses.
00:41:16: Klar, wir wissen also, wenn ich hier eine Lichtstrahl auf meinem Mikrofonier stecke, dann wird das nicht durchgehen.
00:41:22: Aber der Punkt ist die allgemeine Relativitätstheorie sagt, auch wenn das Licht hier durchgehen könnte... Wird's wieder?
00:41:32: Und das ist genau das, was wir auf diesen Bildern sehen.
00:41:35: Das war sehr früh schon in den Jahr-Siebzigerjahren, da also theoretische Papers drüber und die sozusagen diese Messung war schon angedacht – sehr früh aber es hat halt sehr lange gedauert weil man muss relativ riesige Antennenkonglomerate haben über die ganze Welt und zwar solche, die bei kürzesten Wellenlinge arbeiten, das geht's nicht Und das hat dann eine gewisse Weile gedauert.
00:42:03: Was ich spannend finde, jedes Mal wenn Sie im Teleskop schauen... ...schauen Sie in die Vergangenheit.
00:42:09: Hat das Ihr... ...Ihr Denken oder Ihr Gefühl zur eigenen Zeit auch verändert?
00:42:17: Ja!
00:42:18: In dem Sinne dass also sozusagen diese Zeitreisen real möglich sind.
00:42:24: Das ist ja etwas was jeder in der Bevölkerung schon fast sagen würde, es sei ein Zwickchen.
00:42:29: Aber nein, es ist die endliche Lichtlaufzeit.
00:42:32: Und damit ist es uns möglich wirklich real sozusagen Daten anzuschauen oder die Situationen anzuschauern, die von Milliarden von Jahren also bis zum Big Bang, also dreizehn Komma sieben, sieben Milliarden Jahre zurück zu schauen und das benutzen wir heute übrigens auch.
00:42:50: Also wir schauen nicht nur des Galaktisches Zentrum an.
00:42:53: Wir inzwischen messen wir sozusagen die Massen von Quasoren Ja, mit derselben Technik.
00:43:01: Aber ganz weit weg!
00:43:03: Was würden Sie sagen ist die größte falsche Vorstellung über Schwarze Löcher?
00:43:13: Dass man vielleicht wieder rausfliegen kann... Also das mache ich, wenn ich in den öffentlichen Vorträgen sage.
00:43:19: Also was mal auf die allgemeine Relativitätstheorie sagt und es halt... Man könnte, wenn wir stabil sind an der Rakete ja das schwarze Loch also ein eigenes Rutschland rein fliegen werden wir da durch geht, das ist ja keine Wand.
00:43:35: Sondern es ist nur eine Begrenzung.
00:43:37: aber die Begrenzung ist wirklich fies sobald man da innen drin ist innerhalb des Ereignissehorts sonst kann man nicht mal anhalten und schon gar nicht wieder rauslegen.
00:43:48: und es ist diese Sache die natürlich sozusagen absurd wirkt für die meisten Leute wie was warum kann man dann nicht jetzt?
00:43:56: Ich
00:43:59: weiß nicht, wie es Ihnen geht.
00:44:00: Aber ich persönlich, jedes Mal wenn ... Ich guck mir gerne Arthedokus an über das Universum und den Urknall.
00:44:05: Und was war vor dem Urknal?
00:44:07: Bei mir stellt sich immer so ein Gefühl von ... Ich weiß ja, ob's Demut ist aber ich bin immer wieder überrascht.
00:44:15: die Wahrscheinlichkeit dass wir geboren werden als kleines Atom auf dieser Welt An diesem Ort In diesen riesengalaktischen Universum Die Wahrscheinlichheit ist ja eigentlich null.
00:44:26: Also mir macht das immer Mich facht es über dem würde ich für mich und denk so ... Ja,
00:44:32: verstehe ich.
00:44:34: Und gleichzeitig sein Geschenk.
00:44:35: Das
00:44:36: ist ein Geschenck!
00:44:36: Und in dem Sinne... Also jetzt gehen wir wieder zurück zu meiner Jugend.
00:44:43: auch da war's schon so dass ich Astronomiebücher dann mal gelesen hatte aber mein Vater hat mir ja dann also sozusagen nebenbei gesagt also Astronomie weiß ich nicht ob du das machen solltest.
00:44:58: Das war eben eine Zeit, wo für die Physiker Astrophysikalische oder Astronomische Forschung mehr so durch das Teleskop gucken.
00:45:07: Ja steht da am Teleskop und das ist natürlich nicht mehr der Realität.
00:45:12: ja wir stehen doch nicht am Teleskop.
00:45:15: und jetzt aber Und das sieht man in der Tat auch an den Nobelpreisen.
00:45:23: Gehört die Astrophysik und ihre verschiedenen Forschungsziele, also die Kosmologie bis hin zum Big Bang, die Frage der Entwicklung von Galaxien hochenergetische Strahlung und dann natürlich die Schwarzen Löcher zu einem zentralen Thema der Physik geworden sind?
00:45:42: Zentralen Thema der Physik, in dem Sinne dass natürlich wir Dinge tun können die wir sozusagen auf der Erde nicht tun können.
00:45:48: Das war ja mal eine Diskussion als der LHC in CERN gerade in einer Einbarung war.
00:45:55: könnte es sein das wenn man sowieso hohe Energien geht das dann sich dort schwarzen Löcher bildet?
00:46:01: Oh, oh!
00:46:02: Dann werden die Materie ansaugen und dann fliegt die ganze Welt auseinander.
00:46:06: Also es ist nicht passiert aber da sieht man natürlich... Es ist auch nicht möglich, ja?
00:46:10: Das ist auch noch nicht möglich.
00:46:13: Aber wir können inzwischen so genau messen dass wir eben bei weit entfernten Objekten das Equalente von physikalischen Experiment machen können.
00:46:26: Wenn Sie heute nochmal studieren oder nochmal anfangen würden mit dem Wissen von heute Welches Feld würden Sie gehen?
00:46:32: Oder was sagen sie auch jungen Forscherinnen heute?
00:46:36: Ich sage immer, je nachdem, was wir von mir wissen wollen ist sozusagen.
00:46:41: Wählt euch das aus, was ihr wirklich wofür ihr begeistert seid denn die Neugierde ist das entscheidende...
00:46:49: Würden Sie das heute genauso wieder für sich wählen?
00:46:51: Das selbe Thema oder... Nein nein
00:46:52: nein ich komme gleich zum Thema.
00:46:54: aber als du sagst die generelle Aussage ist die dass neugierder ist das wichtigste.
00:46:59: und Die Neugierde, die kennen auch Zweijährige.
00:47:04: Also ich hab Enkel und wenn der eine Enkel, der in Holland lebt ... Ja, der wird sonst so ein Baustein halten?
00:47:15: Das ist dasselbe!
00:47:16: Und ich habe also viele, viele Vororträge haltig in Schulen.
00:47:21: Und die Begeisterung den jungen Menschen.
00:47:24: Und das ist das was ... die Grundlagenforschung auch tun kann.
00:47:28: Also nicht nur Fakten für die Experten zu kreieren und unser Wissensarbeiter, nein wir können damit auch in gewissen Sinne an Kinder herankommen und ihnen zeigen wo sie denn hinkommen könnten.
00:47:43: vielleicht ja.
00:47:43: also das ist schon meiner Ansicht nach sehr wichtig.
00:47:46: so wenn ich jetzt jung wäre ich würde nicht in die Astrophysik gehen.
00:47:51: Ich würde wahrscheinlich das tun was meine beiden Töchter tun Neuro-Wissenschaften
00:47:56: Die Tiefen des Gehirns quasi, nochmals erforschen.
00:48:00: Eingedankter kam ja.
00:48:01: aber gerade weil sie sagen wir müssen Kinder haben diese Neugier wo hören wir als Erwachsenwerende?
00:48:08: Wo hören wir auf neugierig zu sein?
00:48:11: Ja nee das ist eine sehr gute Frage.
00:48:12: also ich meine bei den meisten hört es auch bei der Pubertät.
00:48:18: Also wenn ich an Schulen gehe Die am meisten leuchtenden Augen sehe ich zwischen den sieben und zwölf Jährigen.
00:48:27: Und manchmal bei den siebzehn-Jährigen, da ist schon eine gewisse Langweile da.
00:48:32: Weil eben andere Dinge die wir alle kennen für Sie dann auch wichtiger werden.
00:48:38: Glauben Sie?
00:48:38: Ich habe ne Gegensieße!
00:48:41: Sagen Sie was...
00:48:42: Ich hab mal, ich halt ab und zu halt die Vorträge zum Thema Design Thinking.
00:48:45: Also wie man eigentlich Ideen systematisch entwickelt.
00:48:48: Und es gibt auch einen Vorzug von der Stanford University... ...ich habe den Namen nicht mehr der Professor ist,... ...und ich hab die Übungen dann auch mal übernommen von ihm.
00:48:56: Das ist eine Gruppe da!
00:48:57: Und er fragt am Anfang wer von ihnen denkt eigentlich dass er oder sie kreativ isst?
00:49:03: Und da gehen zehn, zwanzig Prozent der Hände hoch.
00:49:06: Er sagt okay alles klar.
00:49:07: Dann ist die zweite Übung Jeder hat ein Blatt Papier und einen Stift.
00:49:11: Und er sagt, sie haben jetzt sechzehn Sekunden Zeit um ihren Nachbarn zu malen.
00:49:15: Es ist helle Auffuhr!
00:49:16: Ich hab das selber gesehen und die Leute sagen, ich kann das nicht.
00:49:20: Dann wird es gemacht und es kommt irgendein Ergebnis rum.
00:49:23: Er hat gesagt... Das ist interessant dass wir von vornherein sagen, wir glauben selber nicht, dass wir kreativ sind weil mit zunehmender wachsender Alter wird uns erzählt du kannst das nicht oder lass mal dieses Spiel rein oder sowas Du kannst nicht singen, du kannst nicht malen und so stumpfen wir eigentlich über die Zeit ab.
00:49:40: Und ich fand das für mich ganz interessant, um Bizarre auch selber zu beobachten wie diese Gruppen eigentlich so reagieren.
00:49:46: Und wenn ich eigentlich aufgehört habe zu sagen Ich kann nicht malen oder ich kann nicht singen, hab' ich mir das selber gesagt?
00:49:51: Oder wurde mir das eigentlich gesessen?
00:49:53: So nach dem Motto, wie das also nur wirklich in Deutschland immer sehr üblich war Auch Mathematik,
00:49:59: oh!
00:50:00: Das war ja das Schlimmste von allem.
00:50:02: Ganz genau, ganz
00:50:03: genau
00:50:04: Und
00:50:05: ich glaube, das ist noch mal so ein Thema für sich, die taktisch wie man das ganze Thema diese Neugier machen kann.
00:50:09: Ich finde ihre Beobachtung interessant.
00:50:10: im Sinne von mit zunehmendem Alter nimmt es ab!
00:50:13: Aber was sind eigentlich die Faktoren dahinter?
00:50:15: Und das zweite ist... ...ich habe auch gerade einen Vortrag vor dreihundert Schülern gegeben und wir kriegen ja häufig auch die Fragen in Zeiten von AI.
00:50:21: Was sind eigentlich Die Fähigkeiten, die bleiben?
00:50:23: Und ich glaub, eine wesentliche Fähigkeit wird das Thema Neugiere sein und zu schauen, wie funktioniert diese Welt da draußen weil sie sich so unfassbar schnell jetzt bewegt.
00:50:32: Ja, ich meine also Was soll man sagen?
00:50:35: Ich bin im Moment etwas hilflos zu spekulieren, was jenseits der schon geschehene Eigenschaften artificial intelligence wird tun können.
00:50:49: Da gibt es also sehr verschiedene Auffassungen.
00:50:51: Na klar!
00:50:53: Als erstes sicherlich die Gefahr... Die politische Gefahr ist zu benutzen um andere Menschen sozusagen zu beobachten oder gar siehezu Ja, zu beengen.
00:51:03: Aber lass mal das weg!
00:51:06: Es ist auch klar, dass wir damit sozusagen etwas einfacherer Tätigkeit tun können.
00:51:13: Ist das gut?
00:51:15: Wahrscheinlich aber es wird natürlich dazu führen, dass bestimmte Teile der Bevölkerung dann nicht so einfach mehr Geld verdienen könnten.
00:51:24: Das würde ich schon sehr ernst nehmen.
00:51:27: Die entscheidende Frage damit das menschliche, aus der Neugier getriebene Forschungsimpetus sozusagen ersetzt wird.
00:51:40: Und da gibt es also verschiedene Meinungen – ich weiß noch!
00:51:44: Ich bin ja oft in Israel, da war mein Kollege, der Theoretiker ist und dessen Sohn ist der Chef der Artificial Intelligence in Seattle.
00:51:58: Der war gerade da Und dann saßen wir da zusammen und dann sagte er zu mir und seinem Vater, also ich will euch mal sagen.
00:52:05: Wir machen jetzt so schnelle Fortschritte in der AI dass in zehn Jahren werdet ihr nutzlos sein.
00:52:15: Ich glaube das nicht.
00:52:16: Die Wissenschaft, die Forschung?
00:52:17: Ja
00:52:18: weil zu sagen ist alles durch die Artificial Intelligence und es sieht man auch jetzt in der Berichterstattung.
00:52:24: ja da wird er gesagt oh in den letzten drei Wochen habe die AI ja schon verschiedenste mathematische Probleme gelöst.
00:52:33: ich weiß ich kann's nicht beurteilen aber ich glaube dass geht nicht so ganz einfach weil eben Artificial intelligence ist natürlich auch eine muss erst mal trainieren.
00:52:44: Man muss sozusagen zeigen, der Artificial Intelligence was-was ist.
00:52:49: Die Neugierde der Menschen ist in dem Sinne zügeloser und hat dazu geführt dass wir eben in der Steinzeit als Homo erectus da rum gelaufen sind und auf einmal sozusagen plötzlich ein Bär sehen statt Der Ziege oder was auch immer.
00:53:07: Aber dann verstehen, was der Bär ist und so weiter und so fort.
00:53:10: Also ich bin da in dem Sinne optimistischer, dass wir keinesfalls hier sozusagen nützlos werden.
00:53:19: Aber das wird sich zeigen!
00:53:20: Ich bin kein Wahrsager.
00:53:23: Na ja, was interessant, ihr Blick in die Zukunft nicht nur den Blick in Vergangenheit oben ins All sondern was Sie glauben wie sich die Forschungslandschaft verändern wird?
00:53:32: In Verbreitung dieses Gesprächs habe ich ein Video gesehen von dem AI Lab Enttrophic und wie sie jetzt quasi in den ganzen Experimenten AI implementieren.
00:53:41: Ja, bei
00:53:41: uns auch!
00:53:41: Und dadurch einfach eine Vielzahl von mehr und bessere Datensätze und und und.
00:53:47: Das ist unbestritten und irgendwo trivial für die Astronomie sowieso Denn viele Dinge der Astronomie haben zu tun mit Statistik und großen Datenmengen.
00:53:57: ja und das ist überhaupt schon seit vielen Jahren so, dass also intelligente Computersysteme da geholfen haben, Galaxien zu zählen.
00:54:07: Sie können sich vorstellen oder was auch immer.
00:54:09: Aber das ist ja nicht das, was sozusagen der Fortschritt wirklich ist.
00:54:13: Der Fortsschritt ist doch zu verstehen.
00:54:15: jetzt ... Was sind eigentlich mit dem Urknall?
00:54:18: Und dann kommt die Frage natürlich, was war denn vor dem Urknoll?
00:54:22: und dann muss ich als Experimentalphysiker im Moment sagen, ich weiß es nicht!
00:54:26: Kann keine Aussage machen.
00:54:27: Ja, Sie haben doch gehört das und ...
00:54:32: Können Sie sich vorstellen, dass eine KI irgendwann mal einen Nobelpreis gewinnt?
00:54:38: Keine Antwort!
00:54:41: Ich sage mal noch einmal ich glaube diese für mich sehr pessimistische Aussage die sie gerade gemacht haben denn sie ist pessimistisch in dem Sinne, dass sie sagt und es sagen auch viele Leute im Moment der Mensch wird nutzlos ja
00:54:57: Aber würde ich auch widersprechen?
00:54:59: Also, der Mensch wird nicht nutzlos.
00:55:01: Ich glaube, Wissen in dem Sinne hat das Potenzial, nutzlose zu werden weil es allen zugänglich ist.
00:55:08: aber dann die zweite Frage ist ja dann wenn Wissen allen zugenglich ist Wenn sie und ich Experimente mit einem Prompt eingeben können Und die KI läuft los und macht das Ganze Dann kommen wir wieder auf die Ursprungsfrage was bleibt denn?
00:55:20: welche Fähigkeiten wird eine KI niemals ersetzen?
00:55:24: Also ich würde sagen, ich würde mich da jetzt nicht auf die Eisfläche wagen.
00:55:28: Dazu
00:55:29: bin ich auch so weit weg.
00:55:30: Ich sehe aber bei unseren Jungen Doktorandinnen und Doktoranden eine, sagen wir mal leichter Art... solche AIs jetzt in ihre Computerprogramme rein zu knallen und sehr auch interessante, sagen wir schärfere Aussagen zu machen, weil man dann halt schnell statistischen Fortschritt machen kann.
00:55:56: Was ist eine wissenschaftliche Errungenschaft der letzten fünf Jahre die die breite Masse vielleicht gar nicht mitbekommen hat?
00:56:04: Wo Sie sagen das war bahnbrechend?
00:56:07: Ja, ich denke schon.
00:56:08: Also jetzt denken wir gut an Covid die Messenger-Aran-Techniken also in der Lage sind in Viren oder in DNA solche Änderungen reinzubringen dass man sozusagen daraus dann produzieren kann Dinge die wirklich ganz entscheidend sind für die Gesundheit unserer Menschheit.
00:56:30: Also da würde ich sagen Covid hat das gezeigt nicht?
00:56:33: In dem einen Sinne und es wird So denken die meisten um Herrn Schaar hinherum, zum Beispiel in den nächsten Jahren halt mit der individuellen Krippelkrebstherapie weitergehen.
00:56:49: Weil man eben auf Individuen zugeschnittene Dinge machen kann und nicht mehr sozusagen einfach nur okay, da geht es, Penicillin nimmt
00:56:58: Schaare.
00:56:58: Das ist erstmal eine CRISPR-Technologie eigentlich für Kinder mit saustoffarmem Lute?
00:57:03: Ja also das ist so mal relativ einfach das Vorhör zu sagen.
00:57:08: Dass es also in dem Sinne auch eine fantastische Bereicherung sein wird für die Medizin und ja, ist sehr positiv.
00:57:18: Jetzt interessiert mich auch, weil wir mal anfangen darüber gesprochen haben, Exzellenz hat seinen Preis.
00:57:24: Sie haben in ihrem Leben viele Doktoranden gesehen, sie haben viele wissenschaftliche Teams zusammengestellt.
00:57:29: Was unterscheidet die Top-Eins-Prozent der Wissenschaftler von den Restlichen?
00:57:35: Na ja gut, es gibt sozusagen die relativ einfache Version wo Menschen in der Doktorarbeit eigentlich ganz gute Dinge gemacht haben.
00:57:46: Aber dann aus familiären Gründen, aus kulturellen Gründen und so weiter und sofort sagen... Also in die Forschung will ich nicht hinein!
00:57:54: Ich möchte auch Geld verdienen.
00:57:56: Und zwar ohne dass ich jetzt diese Frage habe wie lange dauert das bis ich mir ein Haus leisten kann oder irgendetwas?
00:58:04: Und ja, diese jungen Menschen gab es auch und gibt's bei uns.
00:58:10: Andere sagen, ich gehe in die Industrie sozusagen, das war bei uns vielleicht dreißig Prozent unserer Doktoranden früher jetzt nicht mehr so viele vielleicht... Aber das ist auch eine gute Wechselwirkung mit der Angewandten Forschung und der angewandten Techniken.
00:58:27: Also da habe ich überhaupt nichts dagegen, es ist nicht so dass nur die Grundlagenforschung sozusagen von Bedeutsamkeit sei.
00:58:35: aber ja ne ich würde denken... Es ist
00:58:38: fleißdurchhalte Vermögen dann also die Top-One Percent wo sie sagen diese Muster die Sie beobachten?
00:58:45: Ja in meinem Fall ja in unserer Gruppe Und das gilt also auch für die, die da oben jetzt weitermachen.
00:58:52: Klar!
00:58:54: Aber es gibt natürlich auch Felder, wo man dann Durchbrüche innerhalb von wenigen Stundentagen oder Jahren machen kann und dann so sagen lasst mal dabei erstmal.
00:59:12: Woran erkennen Sie Talent?
00:59:17: Jetzt gehen wir wieder zu den Doktorandinnen und Doktoranden.
00:59:22: Wir setzen uns zusammen sehr regelmäßig, reden über die verschiedensten Projekte und auch was daraus gekommen ist.
00:59:31: Und man sieht dann also sozusagen diejenigen, die denen da machen, ja?
00:59:37: Also immer nur den Krankdrehen der sowieso schon da ist.
00:59:41: Da gibt es andere, die auf einmal sagen oh ich habe Folgendes gemacht Und dann guckt sich das an und sagt, oh wow.
00:59:49: Wirklich?
00:59:49: Wie lange hat denn das gedauert?
00:59:51: Auch vor ein paar Tagen.
00:59:54: Da merkt man dann okay ... Dann muss man natürlich erst mal abwarten, ob das eine Eintagsschläge war oder ob es wiederkommt.
01:00:02: Das merkt also bei denjenigen, die wirklich sehr gut ist, dass sozusagen diese Durchbrüche doch auch mehrfach möglich werden.
01:00:11: Dann kann man schreibt mal in die ...
01:00:16: Und die eine Frage ist ja, was ist ein Talent?
01:00:18: Wie erkennen Sie das?
01:00:19: und die Frage, die ich mehr gestellt habe.
01:00:23: Gibt es Genies?
01:00:25: Glauben sie an Genies!
01:00:28: Also ich denke, dass ist eine... also die Frage der ... Was ist ein Genie?
01:00:36: Ist das Wissen oder ist das Tun?
01:00:40: Ich tue mich ein wenig schwer dennoch.
01:00:42: Es gibt halt nur mal Menschen, die jetzt müssen wir in die Vergangenheit gehen.
01:00:49: Die für ihre Zeit ist alleine oder in einer kleinen Einheit Dinge gemacht hat, die man sich hier gar nicht mehr vorstellen kann.
01:00:58: Ja also wenn man so will das berühmte Einstein-Bild ja?
01:01:02: Also der Einstein hat natürlich da wirkliche Durchbrüche gemacht aber immer mal da näher hingeht und das habe ich getan natürlich Und es macht man in Jerusalem weil dort die einsteinschen Akten sozusagen liegen.
01:01:18: und wenn man sich dann mal unterhält mit denjenigen die also diese Forschungsentwicklung von Albert Einstein gesehen haben.
01:01:27: Da sieht man Art I, er hat natürlich auch viele Helfer gehabt.
01:01:32: Deswegen war meine Frage anfangs zum Thema Netzwerk.
01:01:34: Ja und das zweite ist Und das gilt insbesondere in dem Sinne für die Schwierigkeit der Mathematik, der allgemeinen Relativitätstheorie.
01:01:43: Dafür braucht man bestimmte mathematische Methoden und sie konnte da einstellen nicht.
01:01:50: Der ist dann zu einem Kollegen gegangen, einen sehr berühmten Mathematiker und wenn wir nach Jerusalem geht, kriegt man also eine sozusagen so dicke Mappe mit gekrageltem ... Santergebuch!
01:02:07: Nein.
01:02:08: Wie du lernst, diese Differenzialgleichung zu lösen?
01:02:13: Dieser Mann hieß Groß und der war sozusagen für die Tatsache dass der Einstein da in ... ... in ... .... als Erster da war aber hatte ja keine Lösung.
01:02:23: Das habe ich ja vorhin schon gesagt.
01:02:25: er hat nur sozusagen Nährungslösungen damals betrachtet die sehr wichtig waren wie die Lichtablenkung Die Wirkung der Kavillation aufs Licht und so weiter.
01:02:34: Aber es ist wirklich so, dass die ... Ja?
01:02:40: Man muss dann auch nicht mentoren aber man muss in der Lage sein das mitaufzusaugen oder zu bekommen was sozusagen andere, die etwas besser können, besser kann als sich selbst.
01:02:58: Was war der Klügste, die klügste Person, die Sie mal persönlich getroffen kennengelernt haben.
01:03:07: Also Town sicherlich ist einer derjenigen gewesen, aber er hat auch Begrenzungen gehabt.
01:03:16: das war sicherlich ja.
01:03:20: manchmal sind es nicht notwendige Begrenzung sondern es sind begrenzungen die man selbst macht weil man sozusagen sagt ich will so arbeiten wenn nicht anders wir
01:03:29: begrenzen uns selber.
01:03:35: Sie ist ohne irgendeinen Zweifel, wenn man das Lebenswerk von Einstein sich anschaut.
01:03:40: Dass es in den seltensten Fällen bei anderen gelungen ist.
01:03:48: Mein Gott, Fermi!
01:03:56: Ich glaub viele...
01:03:58: Jetzt sind wir durch ihr Leben gereist.
01:04:00: und auf der einen Seite faszinierend dass sie sich vierzig Jahre so intensiv mit einem Thema, mit einem Experiment auseinandergesetzt haben.
01:04:10: Wenn ich mal außerhalb der Forschung schaue und sie haben zwei Töchter, eine Frau ... Sie lieben Archäologie.
01:04:16: Wir waren in ihrem Büro, man sieht Kristalle und Fossilien im Hintergrund.
01:04:21: Ich hab mich gefragt, wie scheiten die ab?
01:04:23: Gibt es noch irgendwelche Hobbys oder Themen, wo sie sagen, da könnt ihr mich auch stundenlang verlieren?
01:04:29: Ja gut, also ... In der näheren und weiteren Vergangenheit erst einmal werksteigen.
01:04:37: Und nicht nicht ... klettern.
01:04:41: Und das ist natürlich gerade, als nachdem ich dann nach München gekommen bin aber auch schon in Berkeley, weil man ja dann in die Sierra Nevada konnte es zwar ein wichtiges Thema für unsere ganzen Gruppen, weil wir da natürlich auch in dem Sinne eine Gruppendynamik befruchten können und geht zusammen in die Berge schwitzt und kann nicht rollen leider nicht mehr.
01:05:04: Das ist arg!
01:05:05: Das finde ich schon arg.
01:05:06: Eine andere Sache ist Lesen Geschichtsbücher.
01:05:10: Ich lese Bücher über die Frühzeit, über die Fossilien oder... Haben
01:05:16: Sie ein Lieblingsbuch?
01:05:17: Nee, aber ich lese und bis vor kurzem habe ich auch sehr intensiv Klavier gespielt.
01:05:25: jetzt fällt mir das sehr schwer weil in der Tat mein ...
01:05:31: Der Sperr...
01:05:33: Ja, der andere Seite des Leistungssports, was bei mir mehrfach zugeschlagen hat einmal im im Knie und dann an meiner ganz rechten Schulter ist abgebissen.
01:05:45: Ich kann das nicht für so lange machen, sehr schade weil ich ein wunderbares Piano habe in unserem Haus in Murnau.
01:05:55: Ich lebe hier in der Woche in München und dann fahren wir mit einer Frau nach Murnaun.
01:06:09: Man muss natürlich auch sehen, dass die Dinge im Laufe der Zeit sich ändern.
01:06:15: In den letzten fünf Jahren war ich oft sehr aktiv beim Kochen – ziemlich komplex aber in einer Art und Weise, die vielleicht viele Leute gar nicht mögen sozusagen Fusion-Cooking.
01:06:31: Welche Beinen haben Sie kombiniert oder welche drei?
01:06:33: Von
01:06:33: Frankreich bis China.
01:06:36: Haben Sie mal für das Team hier gekocht, also nicht nur den Choco Nobelpreis?
01:06:39: Ja, ne.
01:06:40: Den habe ich mal bei Charcy O'Bauer gemacht für einen Dritten.
01:06:46: Spannend!
01:06:47: Das heißt sie kommen auch runter und ich hab eben ihre Kollegen gefragt so.
01:06:50: Ist der Professor eher der Morgenmensch, der hier morgens als erster ist und man sieht, nee, es ist eher eigentlich aus Gewohnheit wahrscheinlich die Nachtäule aufgrund der amerikanischen Zeiten?
01:07:00: Er hat sich sehr geändert bei mir.
01:07:02: Also sozusagen... Früher war ich auch sehr einfach da.
01:07:07: Wie viele Tage er stunden?
01:07:09: Ja,
01:07:10: also fangen wir mal mit Berkeley an als junger Professor.
01:07:14: Damals hatte ich achtzig-neinzig Stunden in der Woche.
01:07:16: Ja weil erstens war da die erste Aufgabe zu tun nämlich die als Lehrer und Vorlesungen zu geben.
01:07:24: aber vorlesen kann man nicht aus dem Stegreif geben nicht in der Physik.
01:07:28: Also muss man sich vorbereiten.
01:07:30: Eine einzelne Physik vor Lesung typischerweise hat nicht damals vierzehn Stunden beschäftigt, ja eine und man hält also drei oder sowas in der Woche.
01:07:42: Und danach muss man jetzt erst mal das nächste sehen.
01:07:44: was kommt das nächste?
01:07:45: Da müssen wir Proposal schreiben für irgendein Projekt was man hat.
01:07:49: Das dauert dann nochmal so und so und Ja, und dann muss man mit den Doktoranden oder Diplomanten oder Studenten zusammenarbeiten, die man hat.
01:08:00: Also das war schon recht intensiv aber damals als junger Mann nicht.
01:08:08: Aber natürlich – und das gebe ich jetzt mal so zu und bitte auch Ihre Hörer nicht mehr böse – viel Freizeit war da nett!
01:08:19: für die ersten zwanzig, fünfundzwanzig dreißig Jahre meines Lebens.
01:08:23: Braucht es das wenn sie Spaß bei der Sache haben?
01:08:25: Nein aber viele heute denken das auch bei uns in der Gruppe.
01:08:29: Viele sagen ich komme nicht am Samstag rein.
01:08:32: Das hätte mir damals nie gesagt weil man muss auch Freude haben an was anderem so ungefähr.
01:08:45: Was hatten Sie von dem Begriff Work-Life Balance?
01:08:47: Ja
01:08:47: das immer ja.
01:08:52: Manchmal geht's halt nicht.
01:08:53: Im Übrigen war es dann so, das muss man sehen ... Meine Frau ist Ärztin, Neonatologin.
01:09:02: Sie war in Berkeley in einer Phase, wo sie sozusagen ihr Facharzt gemacht hat und die hat also ihr Leben waren drei, zwölf Stunden Tage und dann die Nacht da drauf.
01:09:20: Und wir hatten schon zwei Kinder.
01:09:22: Und das heißt, ich musste relativ früh dann an diesen Tagen aus der Universität heraus.
01:09:29: Also nicht mal dieses ja wie viele von vielen in den USA damals gelebten Ich lebe im Labor so ungefähr und da hat man sich auch über mich lustig gemacht Ja dass ich sozusagen manchmal sehr früh verschwinde also um sechs Uhr abends heißt Früh und nicht rumhänge bis bis Mitternacht oder gar zurückkomme Ja, das war also sozusagen für uns beide eine sehr interessante intensivste Phase.
01:09:58: Dann war es natürlich auch nötig und möglich hier und da mal die wunderschöne Landschaft in Oregon sich anzuschauen aber nicht oft.
01:10:10: Jetzt kommen wir zum Ende des Gesprächs und ich glaube es gibt noch sehr viele Fragen und Themen.
01:10:15: Ich möchte einfach so als Vorletzter Frage ein bisschen damit abschließen.
01:10:19: Die Welt da draußen beschäftigt uns und wir beide haben gesagt, Wir wollen über das positive sprechen.
01:10:24: Und worin sehen Sie in der Wissenschaft?
01:10:27: In Deutschland oder Europa auch die großen Chancen?
01:10:31: Ja ich denke wir haben hier in Deutschland eigentlich seit früher eine unglaublich gute Forschungslandschaft und wir haben Institutionen sowohl die Universitäten wie also die verschiedenen Forschungsorganisationen Die in verschiedener Art und Weise, das Frauenhofer macht angewandte Forschung usw.
01:10:57: und die Max-Plan-Gesellschaft, die verschiedenste Feld anzugehen mit verschiedenen Techniken auch.
01:11:06: Und bislang zumindest hat die Politik uns mit der Ausnahme vielleicht der Nazi-Zeit.
01:11:15: Da war es dann auch schwieriger geworden aber ... die Kaiser Wilhelm Zeit und dann die Max-Bankzeit.
01:11:23: Uns ein Paradies zur Verfügung gestellt, jetzt nicht um uns hinzulegen und in der Sonne zu legen aber ein Paradieß Dinge zu tun, die schwierig sind und ich würde sagen auch unter Umständen lange dauern, die keine andere Kultur in der Welt bislang hatte.
01:11:40: nun können es die Chinesen?
01:11:43: Ich weiß es nicht!
01:11:44: Der ist.
01:11:44: natürlich muss man dann auch anfangen zu fragen nach der Selbstbestimmtheit der Forschung.
01:11:51: Das kann ich jetzt im Moment noch nicht beurteilen, ja?
01:11:57: Aber wenn die MPG sozusagen weiter in diesem Stil arbeiten darf, dann sieht es gut aus und dasselbe gilt also für die anderen Forschungsorganisationen auch den Leibniz-Gesellschaft usw.
01:12:10: So und jetzt kommen wir zur Angst.
01:12:14: Die Angst, die ich halt habe ist so ein bisschen dasselbe, wie was in Amerika jetzt passiert.
01:12:20: Dass auf einmal eine Politik reinkommt die von vornherein glaubt und entscheiden zu können ob oder nicht irgendetwas wertvoll ist.
01:12:31: Das ist ja jetzt gerade passiert in der USA In einer dramatischen Form.
01:12:36: Also ich würde behaupten das die amerikanische Forschungslandschaft Auf Jahre hinaus Ähnlich wie wir das hatten vielleicht nicht ganz so schlimm nicht mehr in der Lage sein wird, bestimmte Felder wirklich und in der Tat sehen wir das Europa zumindest im Moment da wirklich bessere Vorschläge macht.
01:12:57: Aber natürlich diese Forschung die wir betreiben natürlich kann sich nicht selbst bezahlen und da kommen wir in diesen Zirkulosphysiosen.
01:13:05: ja wie kann das geht dass man sozusagen auf der einen Seite Diese schweren neuen Felder, aber es hat einen Sinn an einer wirklich offenen Landschaft geteilt.
01:13:16: Und dann auf der anderen Seite aber die in Darung gewandten oder Industriegesellschaft sozusagen auch genügend viel
01:13:24: Geld.
01:13:24: Jetzt haben wir auf der einen Seite Optimismus.
01:13:25: Wir haben gute grundlangen Forschungen in Deutschland und Europa.
01:13:28: Auf der andern Seite haben sie eine gewisse Angst von Entwicklung.
01:13:33: Jetzt wollen wir aber noch ein Appell an alle, die zuhören wie können wir Teil dieser positiven Zukunft aus ihrer Sicht sein?
01:13:38: Was braucht es?
01:13:39: Wie können Menschen sich engagieren, was wünschen sie sich.
01:13:42: Als
01:13:42: erstes denke ich ist es wirklich wichtig dass sich alle soweit Sie's können auch mit komplexen Themen beschäftigen und nicht nur in eine Social Media Plattform hineingehen und sich anhören was dort irgendein Mensch... Vorschlägt oder sagt, also man muss sich selbst ein Bild machen können.
01:14:08: Man muss auch selbst in der Lage sein bestimmte sozusagen Gegensätze miteinander abzuwiegen.
01:14:17: Nein, er ist kein Fachmann ich bin auch keiner aber ich lese so viel dass ich glaube das ich beurteilen kann so ein bisschen wie es vielleicht geht.
01:14:27: Also das ist etwas was jeder für seine Level im Markt tun kann, sich sozusagen bemühen, komplex zu verstehen und auch zu verstehen wo es denn dann hingeht wenn man einen Weg eingeschlagen hat.
01:14:47: Sie sehen ich bin jetzt schon sehr deprimiert.
01:14:49: Deswegen wir versuchen jetzt nicht was ein kritisches Denken ist ja etwas Positives.
01:14:54: Sich engagieren müssen vielleicht politischer werden?
01:14:56: Ja gut also das habe ich schon jetzt zweimal versucht
01:15:01: Auf die jungen Leute.
01:15:02: Also das eine ist ja auch, was braucht unsere Generation?
01:15:05: Ich glaube, die Angst, die sie teilen, damit sind es ihr nicht alleine!
01:15:08: Das geht ganz vielen Menschen so.
01:15:09: und die Frage ist ja momentan, was sind die Werkzeuge, die wir haben?
01:15:12: Wie können wir uns zusammenfinden wie können wir quasi auch Nicht den linken oder rechten Rändern die Spielfläche überlassen?
01:15:21: Ja also ich habe hier vorhin erwähnt dass mein Freund und Chef im Pulmerit Herr Hartzinger in der FAZ da ein wunderbaren Artikel geschrieben hat, aber er ist jetzt Zielscheibe.
01:15:37: Und den Mut zu haben ... Wenn's dann wirklich eng wird?
01:15:42: Ja!
01:15:42: Also wenn es nicht nur in eine E-Mail kommt die sagt du bist ja ein Heine oder was auch immer dann da drinsteht sondern wenn und das ist ja Herrn Drosten passiert.
01:15:54: Ich würde sagen dass das ja die bekannteste Angriffsfläche.
01:15:57: Dann auf einmal drei Leute vor dem Zelt stehen, mit der Axt und so weiter.
01:16:04: Das sind Dinge wo man sich selbst fragen muss wie viel Mut zur Gegenwert hat man denn wirklich?
01:16:15: Kann man in einer solchen Situation wo es dann unter Umständen wirklich drastisch wird?
01:16:21: Geht man da rein?
01:16:23: Hat mal den Mut?
01:16:31: Die letzte Frage, die wir unseren Gästen immer stellen ist.
01:16:35: Haben Sie ein, zwei oder drei Personen aus Ihrem Netzwerk, die Wir hierzu noch einmal einladen sollten?
01:16:41: Weil sie besondere Perspektiven haben, weil sie etwas Interessantes erreicht haben... ...weil sie die junge Generation inspirieren können?
01:16:51: Ja klar!
01:16:51: Da müsste ich mal ein bisschen schärfer drüber nachdenken aber trotzdem ja klar.
01:16:55: natürlich mein Partsinger ist einer.
01:17:01: Ist jetzt nicht mehr Chef der Das bräuchte ich im Kulturbesitz, also hat er mehr Zeit.
01:17:08: Und er ist ein wirklich guter Partner!
01:17:11: Ich persönlich war wahnsinnig beeindruckt in diesem Jahr weil wir den Wolf Biermann aufgenommen haben.
01:17:23: Natürlich kann ich den Namen, aber ich habe mich nie mit ihm beschäftigt und auf einmal trafen wir also im Mai Juni aufeinander Sprachlos.
01:17:35: Einfach sprachlos!
01:17:39: Gut, der Stil ist vielleicht etwas ungewöhnlich aber... Der späte Wolf Biermann ist also wirklich unheimlich interessant.
01:17:48: Okay.
01:17:52: Ein anderer den ich da in dem Zusammenhang auch erwähnen würde ist der Wim Wenders.
01:17:57: Okay?
01:17:58: Weltklasse.
01:17:59: Was macht er?
01:18:00: Wim is ein Regisseur, macht Filme und ganz berühmt Ganz berühmt.
01:18:09: Und er hat also vor drei, vier Jahren dann ein Werk produziert das er Anselm nennt und es geht über die persönliche Geschichte von Anselmen Kiefer dem berühmten Maler und Künstler dessen Freund er ist.
01:18:33: wenn sie des ... mal sehen können.
01:18:35: Das sind drei Dimensionale Filme, also insofern ist es nicht einfach daran zu kommen aber... Ganz toll!
01:18:47: Sind rotiert.
01:18:48: wir werden auf sie zukommen.
01:18:50: Herr Professor Gänze wenn ich jetzt die letzten wahrscheinlich setzliche achtzehn Minuten zusammenfassen müsste und mit der Idee wofür ihr hergekommen seid um zu sagen Wir möchten einen Nobelpreisträger treffen dann sind Vor allem bei mir hängen geblieben.
01:19:08: Ihr Vater war eine wichtige Bezugsperson für sie, hat sie früh geprägt mit der ersten Experimente, wo andere keinen Zugang hatten und gleitet sich das Thema Mentoring in jungen Jahren.
01:19:17: Sich auch Menschen suchen, wenn es vielleicht nicht des Elternhaus ist aber in dem Fall war's dann der Professor ... sich schon frühzeitig zu orientieren.
01:19:23: was sind die Menschen von denen ich lernen will?
01:19:25: Die mir eine Richtung vorzeigen können, die nicht immer nur nett sind sondern auch gleichzeitig und das fand ich sehr interessant Nicht neidisch auf den eigenen Volk sind.
01:19:35: Das war der zweite Moment, wo ich ganz normalerweise schon innegehalten bin.
01:19:38: Wo Sie gesagt haben so ein Nobelpreis kommt auch mit einem Preis also Erfolg hat einen Preis und das sind viele Termine es sind viele zahlliche Verpflichtungen aber es ist auch ein gewisses Scheinwerferlicht auf eine Person, wo Aussagen dann auch in andere Richtungen gedreht werden können.
01:19:55: Das habe ich verstanden.
01:19:57: und was sich auch beeindruckend finde zu sagen ja vierzig Jahre sich diesem einem Thema zu widmen, weil man aber schon in den Neunzehn und Achtzig das Gefühl hatte hier ist mehr.
01:20:10: Und dann dran zu bleiben!
01:20:11: Und diese Frage was macht die ein Prozent der besten Wissenschaft leidendlich aus?
01:20:16: Ist vor allem dieses Durchhaltevermögen und sozusagen daran zu bleiben?
01:20:20: Ich finde es auch bemerkenswert wie gesagt haben mit welcher hohen Arbeitintensität sie ihre achti Stundenwochen im Berkeley gemacht haben dass das dazugehört und Menschen Erfolgt.
01:20:31: wie auch immer man den definiert, wenn es so ein Thema gibt das ist einfach lange dauern kann.
01:20:36: Es gibt keine kurzfristigen quick wins.
01:20:38: und dass sie ja auch jungen Forscher sagen heutzutage sucht die fahrte die noch nicht unbedingt Wo es noch kein Trampelfahrt gibt?
01:20:46: Und wenn man in einem einsameren Wald ist Das sobald es hinten anfängt zu knacken.
01:20:49: dass man schnell ins ins
01:20:52: letztpunkt wenn ich dazu sagen darf ist natürlich oft eben Man braucht ein Mentor da, weil das fällt viel nicht auf.
01:21:03: Weil sie in der Umgebung einer Klicke oder was auch immer Sinn wo also ... Da gehen wir hin ja?
01:21:11: Und irgendwo wenn ich das noch mal zufügen darf war es auch bei mir irgendwann eine nicht unschwierige Sache, weil ich ein so guter Schüler war.
01:21:21: Weil ich dann auch des Sports Sport Ass in Freiburg in der Schule war ... hab ich nicht nur Freunde gehabt.
01:21:30: Oh Gott!
01:21:32: Und was, wie ging das dann?
01:21:34: Ich kam in einer Klicke, durfte ich mitmachen... aber nur indem ich bei den Arbeiten, also den Schularbeiten die da stattfanden, zum Beispiel Mathematik habe ich für fünf gearbeitet.
01:21:51: Da konnte es so sagen der strengt sich wenigstens an für uns alle und alleine Streber, ne?
01:22:01: Ja und das ist so der letzte Punkt wo ich sie vorhin gefragt habe was hat Einsamkeit auch eine Forschung zu tun oder auch einsamkeit an der Spitze.
01:22:08: Es kommt diese Night-Debatten und es kommt Häme und es kommen sehr wildes nur für sich.
01:22:14: von daher Professor Gänse vielen vielen Dank für ihre Zeit dass wir Sie hier
01:22:18: besuchen
01:22:19: durften.
01:22:20: Ich nehme den Optimismus für Europa mit Schwierige Zeiten, aber trotzdem gibt es... Es gibt einen möglichen Urknall und etwas dahinter.
01:22:28: Das heißt, es gibt auch Licht in dieser Galaxie und bei uns hier in Deutschland.
01:22:32: also von daher vielen, vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen
01:22:34: haben gerne.